Christine Brückner

Ihr Leben und Wirken

Ehrungen und Auszeichnungen

Die erste Auszeichnung für Christine Brückner war natürlich der erste Preis für ihren anonym eingesandten Roman “Ehe die Spuren verwehen”, der bis heute zu ihren meistgelesenen Werken zählt. Von da an zählte Brückner bis zu ihrem Tod 1996 zu den festen Größen der deutschen Gegenwartsliteratur, was sich auch in einer Vielzahl von Ehrungen und Auszeichnungen niederschlug.

Kritiker, die Brückners Werk als “zu seicht” schmähten, wurden im Jahr 1982 schon dadurch widerlegt, dass Christine Brückner die Goethe Plakette des Landes Hessen aus den Händen des hessischen Kultusministers erhielt. Mit der Goethe Plakette werden nur Personen geehrt, die “über die Erfordernisse ihres Berufes hinaus die Kunst und Kultur gefördert und geprägt haben”. Christine Brückner erfüllte diese Anforderungen wie kaum sonst jemand, engagierte sie sich über ihr erzählerisches Oevre hinaus doch auch als Autorin von Kinderbüchern und als Herausgeberin von Anthologien und Gedichtbänden sowie ganz besonders in der Förderung von Kunst und Kultur ihrer Heimat.

Gerade für diese letztgenannten Aktivitäten wurde Brückner fünf Jahre später, im Jahr 1987, zur Ehrenbürgerin der Stadt Kassel ernannt. Diese höchste von der Stadt vergebene Auszeichnung wurde Christiane Brückner für ihre besonderen Verdienste um das Ansehen der Stadt Kassel im In- und Ausland verliehen. Eine Liste mit Ehrenbürgern der Stadt Kassel finden Sie unter Kassel-ist-klasse.de. Mit ihrem Bekenntnis zu Kassel und ihrer Förderung der Gegenwartsliteratur und Kunst hat Christiane Brückner geholfen, Kassel als Kulturstadt national wie international zu einem Begriff werden lassen. Diese Ehrenbürgerwürde wurde übrigens seit 1830 nur an insgesamt 39 Personen verliehen! Brückner, selbst keine gebürtigen Kasselerin, hatte sich die Stadt und ihre Bevölkerung “schreibend vertraut gemacht” und empfand für die Stadt und ihre Menschen keine blind machende, sondern eine erkennende Liebe, die in langen Jahren wuchs und sich festigte.

Ganz ähnlich waren die Beweggründe für die Verleihung des Hessischen Verdienstordens an Christiane Brückner im Jahre 1990. Dieser Orden war erst ein Jahr zuvor überhaupt eingeführt worden, und so zählte Brückner mit zu den ersten Preisträgern, die für ihre “hervorragenden Verdienste um das Land Hessen und seine Bevölkerung” vom Hessischen Ministerpräsidenten ausgezeichnet wurden. Für die stets heimatverbundene Christine Brückner war die Auszeichnung eine besondere Freude und Anerkennung, war sie doch nie müde geworden, ihre Heimat immer wieder in allen Aspekten zu beschreiben und somit Zeitdokumente zu schaffen, die dem Leser ihre Region in der Nachkriegszeit bis heute näher zu bringen geeignet sind.

Das Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik, welches die Autorin kurz vor Ihrem Tod verliehen bekam


1991 folgte die bis dahin höchste Auszeichnung, das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse, das ebenfalls “für besondere Leistungen” vom Bundespräsidenten verliehen wird. Fünf Jahre später, kurz vor ihrem Tode, erhielt sie dann das Große Bundesverdienstkreuz für ihr Lebenswerk. Weitere Informationen über Ordensträger und die einzelnen Ordensstufen stellt die Gemeinschaft Deutscher Ordensträger mittels Ihrer Internetpräsenz zur Verfügung.

Christine Brückner wurde zudem die besondere Ehre zuteil, dass eine Schule nach ihr benannt wurde, eine Auszeichnung, die nur wenigen Menschen vergönnt ist: die kooperative Gesamtschule in Bad Emstal unweit von Kassel nennt sich heute “Christine-Brückner-Schule” (CBS), womit die besondere Verbundenheit der Region mit der Schriftstellerin zum Ausdruck gebracht wird.